Zehn Ehrenamtliche der DLRG Sarstedt unterstützten in diesem Sommer den Zentralen Wasserrettungsdienst Küste
Für zehn Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer der DLRG Sarstedt ging es in den vergangenen Wochen an die Nord- und Ostseeküste. Im Rahmen des Zentralen Wasserrettungsdienstes Küste (ZWRD-K) engagierten sie sich ehrenamtlich für die Sicherheit von Badegästen und Wassersportlern.
„Wir freuen uns sehr, dass wir bereits im zweiten Jahr in Folge mehr Ehrenamtliche aus unserer Ortsgruppe für den Einsatz an der Küste begeistern konnten“, berichtet Christoph Winter, Pressesprecher der DLRG Sarstedt.
Der ZWRD-K organisiert für die rund 5000 Rettungsschwimmerjährlich, den Wasserrettungsdienst an 81 bewachten Stränden der deutschen Nord- und Ostseeküste. Die ehrenamtlichen Rettungsschwimmer übernehmen dort unter anderem die Überwachung der Wasserflächen, leisten Erste Hilfe und sind bei Notfällen schnell zur Stelle. Je nach Einsatzort stehen ihnen dafür auch Rettungsboote und weitere Einsatzmittel zur Verfügung.
Die drei Sarstedter Rettungsschwimmerinnen Alexa Frank, Jessica Schrader und Clara Gross waren in diesem Jahr am Ostseestrand von Timmendorfer Strand im Einsatz.
„Wir hatten glücklicherweise einen eher ruhigen Zeitraum“, berichtet Jessica Schrader. Größere Rettungseinsätze blieben aus. Neben kleineren Erste-Hilfe-Maßnahmen gehörte unter anderem die Suche nach Kindern beziehungsweise deren Eltern zum Einsatzalltag.
Für Schrader war es nicht der erste Küsteneinsatz. Umso mehr freute sie sich, diesmal gemeinsam mit ihren beiden Sarstedter Kameradinnen Dienst leisten zu können.
Noch größer war die Beteiligung auf Borkum. Insgesamt sieben Rettungsschwimmer aus Sarstedt waren dort im Einsatz. Henriette Fischer von Mollard, Julian Konnerth und Christoph Winter machten den Anfang. Später folgten mit Leo Bielstein, Cedric Schinzel, Nico von Rohden und Malte von Kalm vier weitere Einsatzkräfte – für sie war es der erste Küsteneinsatz.
„Gerade über unsere jüngeren Kameraden freue ich mich besonders. Vier von ihnen waren erstmals an der Küste dabei. Das zeigt, dass sich unsere Ausbildung und Nachwuchsarbeit auszahlen“, erklärt Winter.
Auch auf Borkum blieb es insgesamt ruhig. Ein Einsatz blieb den Sarstedtern dennoch besonders in Erinnerung: Ein Stand-up-Paddle-Fahrer war abgetrieben und konnte sich nicht mehr aus eigener Kraft in Richtung Strand bewegen. Mit dem Rettungsboot wurde er sicher zurückgebracht. Für Leo Bielstein bot sich dabei die Möglichkeit, seine Fähigkeiten erstmals bei einem solchen Einsatz praktisch anzuwenden.
Für Christoph Winter war es bereits der zehnte Einsatz auf Borkum, Julian Konnerth war zum fünften Mal auf der Insel im Einsatz.
Wasserrettung bedeutet mehr als Aufpassen
Ein Küstenwachtdienst besteht dabei aus weit mehr als der Beobachtung des Strandes. Die Einsatzkräfte müssen Wetter, Wind, Wellen und Strömungen im Blick behalten, die Wasserfläche überwachen, Rettungsmittel kontrollieren und jederzeit bereit sein, schnell zu handeln.
Doch auch nach dem Wachdienst gehört die gemeinsame Zeit zum Küsteneinsatz. Abends wurde beispielsweise gemeinsam gekocht, ein zusätzlicher Übungsabend genutzt, um die eigenen Fähigkeiten zu festigen, oder gemeinsam Volleyball gespielt. Auch Beach Flags – eine Disziplin aus dem Rettungssport – sorgten für sportliche Abwechslung und jede Menge Spaß.
„Gerade diese gemeinsame Zeit ist für uns wichtig. Man verbringt mehrere Tage als Team und wächst dadurch noch einmal enger zusammen. Gleichzeitig können wir auch außerhalb des eigentlichen Wachdienstes voneinander lernen“, erklärt Winter.
Die DLRG Sarstedt freut sich über die steigende Zahl an Mitgliedern, die sich für den Küsteneinsatz interessieren.
„Wir freuen uns jederzeit über weitere Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer, die Lust haben, sich bei uns einzubringen – ob am See, im Freibad, bei Einsätzen oder vielleicht irgendwann auch an der Küste“, lädt Christoph Winter abschließend ein.



